Knecht

Ich trag jetzt eh immer Ärmel

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

Es ist ein bisschen wie damals beim Tätowieren: Die Frage war nicht, ob ja oder nein, sondern wo und was. Der Schurl hatte es satt, das Pecken nur auf toter Sauhaut zu üben, er war bereit für Menschen, und ich war zufällig in der Nähe. Dabei hab ich mit meinem Oberarm noch Glück gehabt, jetzt mal im Vergleich mit dem Oberarm vom Mike oder dem Unterarm eines Wiener Flex-Chefs. Bei mir hatte der Schurl das mit den verschiedenen Hautschichten schon besser heraußen, nur die Linienführung, na ja, aber ich trag ja jetzt eh meistens Ärmel.

Daran erinnert mich jetzt das Gendermainstreaming meiner Tochter. Die Frage ist nicht mehr, wann der Zipfel endlich wächst oder warum buhuhu nicht, sondern wie und wann einer drangemacht wird. Meine völlig daherfantasierten Drastizismen, da müsse was aus dem Schenkel geschnitten und dann woanders anoperiert werden undsoweiter, verstören das Kind nicht. Was getan werden muss, muss getan werden: Wie funktioniert das genau? Ich bin allerdings noch lange


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