Kommentar

Angewandte Verkaufskunst

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

Das Museum für angewandte Kunst (MAK) verfügt über zwei der schönsten Ausstellungsräume der Stadt. Und hin und wieder finden dort auch Ausstellungen statt. Derzeit etwa zeigt dort der Verbund seine Firmensammlung. Im oberen Saal machte das niederländische Modelabel Clemens en August am vergangenen Wochenende Station, eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Veranstaltung. Durch Mund- und E-Mail-Propaganda aufgescheucht, fand sich eine gehörige Anzahl von Kunstis zu einer Art Verkaufsperformance ein. An schlichten Kleiderständern hing die Damen- und Herrenkollektion des niederländischen Modekaufmanns Alexander Brenninkmeijer, der vor vier Jahren die Idee hatte, das Unternehmen seiner Familie zu verlassen und ein eigenes aufzubauen.

Was Brenninkmeijer von anderen Familienbetriebsabtrünnigen unterscheidet, ist die Tatsache, dass er aus der Modekette C&A kommt und sein eigenes Label ebenso heißt, nur halt ausgeschrieben - wie die Vornamen seiner Vorfahren: Clemens und August Brenninkmeijer.


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