Am Boden der Tatsachen

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

FESTWOCHEN Wie kriegt man die Wirklichkeit von da draußen auf eine Bühne? Ein altes Problem, für das die Wiener Festwochen heuer neue, sehr verschiedene Lösungen anbieten: Fallbeispiele aus dem dichten Theaterprogramm des Festivals.

Normalerweise funktioniert Theater so: Man nimmt einen mehr oder weniger alten Text und versucht ihn so zu inszenieren, dass er für heute relevant ist. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, und natürlich haben die Wiener Festwochen auch heuer Produktionen im Programm, die nach dieser bewährten Methode hergestellt wurden. Die Shakespeareinszenierungen von Luc Bondy ("König Lear") und Peter Zadek ("Was ihr wollt"), die neueste Romanadaption von Frank Castorf ("Norden" von Céline) oder eine Pariser Neuinterpretation von Brechts Frühwerk "Baal" gehören in diese Kategorie. Die überwiegende Mehrzahl der insgesamt 27 Produktionen des Schauspielprogramms aber geht andere Wege.

Die Physical-Theatre-Performance "Honour Bound" aus Sydney etwa bringt den Fall


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