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Kultur | Andreas Dallinger | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

FESTWOCHEN Pierre Boulez dirigiert heuer die einzige Opernpremiere der Festwochen, "Aus einem Totenhaus" von LeosÇ Janácek. Mit dem "Falter" sprach er über Volksmusik, politische Moral und die richtige Vermittlung von Musik.

Der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez schrieb 1976 gemeinsam mit dem jungen Regisseur Patrice Chéreau Operngeschichte. Ihre Interpretation von Wagners "Ring des Nibelungen" löste in Bayreuth einen Skandal aus, revolutionierte Seh- und Hörgewohnheiten und genießt mittlerweile fast mythische Verehrung. Der heute 82-jährige Boulez, als Komponist wie als Dirigent gleichermaßen gefeiert und geehrt, ist ein unermüdlicher Anwalt der Gegenwartsmusik, ihrer Entwicklung und Erneuerung und engagiert sich für eine offensive Vermittlung der Musik an die Jugend. Im Rahmen der Wiener Festwochen dirigiert er diese Woche seine erste Janácek-Oper und arbeitet dabei erstmals seit fast dreißig Jahren wieder mit Chéreau zusammen.

Falter: Monsieur Boulez, "Aus


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