Buch der Stunde

Reden statt bauen

Kultur | Tobias Heyl | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

Der Stararchitekt setzt das Lebensgefühl der Gegenwart in Stahl, Beton und Glas um. Er entwirft die Räume und Bühnen für eine aufs Erlebnis fixierte Gesellschaft und verblüfft mit Bauten, die alle Gesetze der Gravitation außer Kraft zu setzen scheinen. Sein Name fällt beim Smalltalk in einem Atemzug mit den Namen von Filmstars oder Modelabels. Erstaunlich, dass er erst jetzt für den Roman entdeckt wurde.

Ulf Erdmann Ziegler, Jahrgang 1959, Publizist zu Fragen der Kunst, der Architektur und des Designs, debütiert mit einer Art Erziehungsroman, der in diesem Milieu handelt. Der Held von "Hamburger Hochbahn" heißt Thomas Schwarz. Anfang der Sechzigerjahre geboren, wächst er unauffällig in einer norddeutschen Provinzstadt auf. Fleißig ist er und begabt, aber er bringt es nach seinem Architekturstudium doch nur bis in die Nähe der wirklichen Meister, an jene Zeichentische, auf denen die unscheinbaren Details der spektakulären Projekte entworfen werden. Schwarz jedoch entdeckt in


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