Nüchtern betrachtet

Am Bahnsteig von Ried im Innkreis

Kultur | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

Unlängst standen Robert, Tex und ich auf dem Bahnsteig von Ried im Innkreis. Wir taten dies, weil man uns eingeladen hatte, Wald, Flur und Mehrzwecksaal mit Selbstgesungenem und-gelesenem zu beschallen, was im Showbiz der neueste heiße Scheiß wäre, gäbe es das in Ried nicht schon seit 18 Jahren. Aber nachdem Ried dem Rest der Welt entertainmenttechnisch um zwanzig Jahre voraus ist, kann man davon ausgehen, dass es in circa zwei Jahren absolut angesagt sein wird, singend und lesend durch die Landschaft zu ziehen und dazwischen Kübelspeck und Pofesen in sich reinzutun. Wenn dieser Trend erst einmal in London angekommen ist - frage nicht! Ried im Innkreis ist darüber hinaus die einzige mir bekannte Stadt - und sollte wer über anderweitiges Wissen verfügen, bitte ich, mich daran teilhaben zu lassen -, in der ein granitenes Schmieröldenkmal steht. Auch das wird Schule machen.

Die längste Zeit war ich mehr oder weniger stumm an der Seite von Robert und Tex mitgegangen, denn die beiden


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige