"Absolut verboten"

Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

DENKMALPOLITIK Mit seinem Gedenkprojekt für einen abgeschossenen US-Piloten im Zweiten Weltkrieg stößt der Künstler Josef Schützenhöfer in Pöllau auf erbitterten Widerstand.

Trotti, da waren Leute unten, etliche Hundert, das ganze Feld war voll", erinnert sich Josef Pöttler an den 22. Februar 1944: "Innerhalb einer Stunde sind sie da gewesen." Der erste Absturz eines abgeschossenen US-Flugzeugs in der Oststeiermark hatte für einen ordentlichen Volksauflauf gesorgt, der B-24-Bomber war auf einem verschneiten Feld in Rabenwald bei Pöllau aufgeschlagen. "Der Acker war danach so abgetreten, dass er nicht mehr gepflügt werden konnte", erzählt der siebzigjährige Landwirt.

Abgesehen von vereinzelten Flugzeugteilen - etwa am Hofe der Pöttlers - erinnert 62 Jahre nach Kriegsende nichts an jene alliierten Flieger, die im Zuge der Befreiung Österreichs ihr Leben in der Oststeiermark ließen. Dafür findet sich im oststeirischen Pöllau das größte Kriegerdenkmal der Steiermark. Gedacht


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