Teuflische Oberflächen

Kultur | Astrid Kleber | aus FALTER 19/07 vom 09.05.2007

WISSENSCHAFT Das Unbekannte liegt so nahe: Der Grazer Oberflächenforscher Robert Schennach ist auf der Suche nach dem perfekten Papiersack.

Robert Schennach ist ein Mann, für den die Welt vor allem aus Oberflächen besteht. Die Karosserie eines Autos, eine Schreibtischplatte, eine Tageszeitung - das interessiert den Professor für Festkörperphysik an der Technischen Universität Graz entschieden mehr als zum Beispiel die molekulare Struktur von Eis. "Über das Innere von Körpern weiß man schon sehr viel, die Oberflächen sind noch kaum erforscht", sagt Schennach, der sich als Surface-scientist bezeichnet. Er untersucht Prozesse, die sich auf der Oberfläche abspielen. "Man sagt Oberfläche so leicht dahin, was aber Oberfläche ist, ist schon ein tiefgehendes Problem", philosophiert der Chemiker. Dass ein Auto aus Metall besteht, ist bekannt, und wenn seine Oberfläche mit Luft in Berührung kommt, rostet es - auch das lehrt der Alltag. Warum es aber so ist, ist ein Fall für die Wissenschaft.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige