Ein Freund, ein guter Freund

Politik | Wolfgang Kühnelt und Donja Noormofidi | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Sturm Er verkaufte Wurstsemmeln, lernte, Gold zu schmieden, und wurde als Präsident von Sturm Graz zum geliebten Millionär. Nun sitzt Hannes Kartnig schon wieder im Gefängnis. Die abenteuerliche Geschichte des gefallenen steirischen Sonnenkönigs.

Hannes Kartnig hat es längst geahnt: "Ich bin jetzt Privatier. Vom Präsidenten zum Sacklpicker", dröhnt der Bass des Ex-Sturm-Präsidenten am 17. April 2007 durch die ÖVP-Parteizentrale am Karmeliterplatz. Dort findet der Auftakt zur allwöchentlichen Diskussionsrunde "Dienstalk" statt. Das Thema: "Geht dem Grazer Fußball die Luft aus?" Vor Beginn der Veranstaltung versammeln sich Diskutanten, Parteisoldaten und die ersten Publikumsgäste in der Bar. Hannes Kartnig steht wie immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Zu diesem Zeitpunkt muss ihm schon bewusst gewesen sein, dass er bald ein Déjà-vu der besonderen Art erleben würde: Im Jahr 1976 saß Kartnig bereits acht Monate wegen betrügerischer Krida in der Justizanstalt Jakomini ab - am


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