Der Himmel an der Wand

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

FOTOGRAFIE Mit der Ausstellung "Einar Schleef: Kontaktbögen" würdigt Camera Austria das immer noch wenig bekannte fotografische Werk eines Multitalents.

Einar Schleef bleibt auch sechs Jahre nach seinem frühen und plötzlichen Herztod in erster Linie als dimensionensprengender Theaterregisseur in Erinnerung. Schleefs Gesamtwerk geht freilich über seine oft mythisch-rituell gedehnten und kontroversiell rezipierten Inszenierungen hinaus, die er auf die großen Bühnen des deutschen Sprachraums stellen durfte. Zwei Facetten seines Talents wurden gar in Graz entdeckt. Mit den "Totentrompeten" hat Ernst M. Binder 1995 den Dramatiker Schleef uraufgeführt. Und schon 1983 debütierte Schleef als Fotograf im Forum Stadtpark mit einer seinen Geburtsort Sangerhausen (damals DDR) porträtierenden Fotoserie. Nun hat Camera Austria eine im letzten Jahr an der Berliner Akademie der Künste ausgerichtete Retrospektive nach Graz geholt.

Tatsächlich will damit ein Blick aufs Ganze geboten sein. Nach


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