Kunst Kurz

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Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Zwischen 1961 und 1978 war die Galerie für zeitgenössische Kunst in Zagreb ein wesentlicher Knotenpunkt der künstlerischen Avantgarde. "Nove Tendencije" nannte sich eine in diesem Zeitraum dort achtmal aufgelegte Ausstellung, die zum Austragungsort einer rationalistischen, das gestische Erbe des klecksenden Informel und des wütend-abstrakten Expressionismus abschüttelnden Kunst wurde. Von Darko Fritz kuratiert und überreich mit Anschauungsmaterial behängt, macht die Ausstellung "bit international" in der Neuen Galerie (bis 17.6.) deutlich, wohin die Reise damals ging: zum Einsatz des Computers als Medium "künstlerischer Forschung".

1961 war man mit Op-Art und Kinetischer Kunst gestartet und liebte schon das zur Rhetorik der Matrix unwiderruflich gehörende Raster, baute aus einfachen geometrischen Figuren, was das Design späterer zwischen 0 und 1 oszillierender Dialektik ausmachen wird: strenge Muster in oft chaotisch wirkenden Permutationen, die dann auch noch, übereinander geblendet,


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