Österreichs dubiose Geschäfte

Nicht nur auf der Sonnenseite

Politik | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Jetzt entdecken die USA wieder die internationale Gemeinschaft: Vergangene Woche beschwerte sich Botschafterin Susan McCaw in der Presse über geplante Investitionen der OMV im Iran und appellierte an die "Solidarität" im Kampf gegen ein Regime, das den Holocaust leugnet und möglicherweise an der Atombombe bastelt. Wolfgang Ruttenstorfer, Generaldirektor der österreichischen Ölfirma, lässt die Kritik allerdings kalt (siehe Interview Seite 13) - in bewährter Tradition. Heimische Unternehmen zogen schon viel umstrittenere Geschäfte durch, meistens ging es dabei um Waffen. In den Achtzigern lieferte die Voest-Tochter Noricum den kriegsführenden Staaten Iran und Irak verbotenerweise Kanonen, die offiziell für Libyen und Jordanien bestimmt waren; die rot-blaue Regierung hatte bei der Genehmigung beide Augen zugedrückt. Jahre später stimmte die große Koalition der Ausfuhr von Steyr-Panzern nach Botswana zu, obwohl der begründete Verdacht bestand, das afrikanische Regime bezahle seine


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