Kein Gas in Gänserndorf

Politik | G. John und F. Klenk | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

IRAN & ÖSTERREICH II Menschenrechte unterstützen - und mit den Mullahs dealen? Der OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer erklärt, wie das geht.

Die OMV darf im Iran nach Erdgas suchen - ein Milliardendeal. Die USA protestieren, Dissidenten fühlen sich verraten, Politologen (siehe nebenstehendes Interview) warnen vor einem "Dominoeffekt", der die Isolierung des Mullahregimes aufweichen könnte. Österreichs Regierung, aber auch Amnesty International billigen hingegen den Deal. Es ist nicht das erste Mal, dass die OMV wegen ihrer Geschäfte international kritisiert wird. 2003 zog sich der Ölkonzern aus dem Sudan zurück.

Falter: Herr Generaldirektor Ruttenstorfer, waren Sie schon im Iran?

Wolfgang Ruttenstorfer: Ich war noch nie im Iran, aber Mitarbeiter erzählten mir von einem faszinierenden Land.

Was halten Sie vom dortigen Mullahregime?

Ich spreche hier als Vorstandsvorsitzender der OMV, der die Aufgabe hat, die Energieversorgung Mitteleuropas zu sichern. Die OMV handelt dabei nach europäischen


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