Gerechtigkeit für Serbien!

Medien | Tex Rubinowitz / Helsinki | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

EUROVISION Sie servieren Mäusekäse, trinken Salmiakwodka, und in der Tramway singen Finnen Udo Jürgens. Notizen vom Songcontest.

Das Ganze hat natürlich etwas von Weihnachten oder einem erhitzten, aufgekratzten Pfadfinderlager. Die Stadt befeuert das Ganze auch noch, in den bunt beflaggten und bemalten Straßenbahnzügen wird ohrenbetäubend laut Udo Jürgens' "Merci Chérie" gespielt, das muss man sich mal vorstellen, mitten in Helsinki! "Schau nach vorn, nicht zurück, zwingen kann man kein Glück, denn kein Meer ist so wild wie die Liebe allein." Und dann diese geheimnisvolle Obertonstelle auf der zweiten Silbe von "Liebe", die ja nur ganz wenige hören können (eigentlich nur Mongolen, Fledermäuse und ich), man könnte heulen vor Glück. Vorm Straßenbahnfenster segelt eine Möwe vorbei, im Schnabel transportiert sie einen Teebeutel.

Warum müssen Finnen, in allem was sie machen, immer nur so übertreiben? Sie freuten sich wie die Kinder, dass sie dieses voluminöse TV-Möbel Songcontest


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