Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Wie überspannt darf eine Serie sein? Wer das Staffelfinale von "Nip/Tuck" gesehen hat, weiß: Hysterie braucht keine Grenzen! Was man da in der Schönheitschirurgenfarce zu sehen bekam, schrie zum Himmel und beleidigte den gesunden Menschenverstand - aber super gemacht, Respekt. So kommt es zum Showdown zwischen dem schönen, tragischen Chirurgen Christian Troy, seinem braven, unglücklichen Kumpel Sean McNamara und dem Schlitzer, einem Freak, der Leuten gerne das Gesicht aufschneidet und sie vergewaltigt. Der Schlitzer ist - Überraschung! - Chirurgenkollege Quentin Costa, ein Typ, den sie für bisexuell hielten, der in Wirklichkeit aber keinen Penis besitzt und daher Leute aufschlitzt und mit einem umgeschnallten Dildo schändet. Um sie vom Diktat der Schönheit zu befreien oder so. Natürlich steckt die böse Kindheit des Schwanzlosen dahinter, der mit seiner ebenfalls entstellten Schwester einer Inzestbeziehung entstammt. Nach seinem fingierten Tod jagt Costa dann weiter Unschuldige: mit der von ihm schön operierten Schwester, die praktischerweise auch die Polizistin im Schlitzerfall ist. Spooky!


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