Kommentar

Kunstrestitution: Afrika? Afrika?


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Es war ja nur ein Munch, kein Klimt. Kein Hahn krähte danach, als das Belvedere vergangene Woche eines der schönsten Bilder seiner Sammlung verlor. Kulturministerin Claudia Schmied folgte der Empfehlung des Kunstrückgabebeirats und gab Edvard Munchs "Sommernacht am Strand" (1902) an Alma Mahlers Erben zurück. Nach der spektakulären Restitution der Klimt-Gemälde 2006 hat sich das Bewusstsein der Politiker verändert. Recht und Gerechtigkeit haben im Fall nationalsozialistischen Kunstraubs nach Jahrzehnten zueinandergefunden.

"Sie haben Ihre Zeit und Leidenschaft auf Dinge verwendet, die Ihnen gar nicht gehören", bemerkte ein nigerianischer Rechtsanwalt auf einem Symposium des Völkerkundemuseums (siehe dazu auch den Artikel auf S. 64) zu Direktor Christian Feest. Tatsächlich handelt es sich bei den meisten der gezeigten Objekte um Kriegsbeute, die von britischen Soldaten beim Überfall auf das Königreich Benin zusammengerafft wurde. Sollte Claudia Schmied den Kunstrückgabebeirat

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