"Das Bier holt mich raus"

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

MUSIK Clara Luzia kann nicht laut singen. An der Schnittstelle von Folk und Indiepop zählt die Wiener Singer/Songwriterin aber auch mit leisen Tönen zu den interessantesten Popstimmen des Landes.

Clara Luzia ist überpünktlich zum Interview erschienen und hat sich bereits ein Brot bestellt. Was wie ein Nachmittagssnack aussieht, erweist sich als Hauptmahlzeit. Seit sie vor zehn Jahren zum Studieren nach Wien kam, würde sie sich vorrangig von Broten und Tee ernähren, erklärt die 28-jährige Musikerin. Ein Apfel und ein Teller Salat zwischendurch seien auch drin - und vor allem gäbe es da noch den regelmäßig konsumierten Gerstensaft. "Das Bier holt mich raus", meint sie lachend. "Aufstrichbrot und Tee alleine wären wahrscheinlich ein bisschen nährstoffarm."

Wie Clara Luzia so dasitzt und über die Vorzüge einer Bierdiät philosophiert, könnte man sie für eine Punksängerin halten. Die Haare sind kurzgeschnitten, die Nase ziert ein auffälliger Ring, und bereits am kleinen Finger

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