Echt falsch


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

ethnologie Das Museum für Völkerkunde zeigt eine beeindruckende Schau höfischer Kunst aus Nigeria. Es bleiben dennoch einige Fragen offen.

Die Geschichte der Benin-Kunst begann durch den Untergang des Königreichs von Benin im Februar 1897. Eine britische Strafexpedition überfiel damals die Hauptstadt des selbstständigen Staates und raubte die Kultgegenstände aus dem königlichen Palast. Die Expeditionsteilnehmer teilten einige Elfenbein- und Bronzeskulpturen unter sich auf, das meiste landete im Londoner Foreign Office, das die Beute umgehend im Kunsthandel zu Geld machte. Zahlreiche Privatsammler und öffentliche Museen waren von der Qualität der Skulpturen so begeistert, dass die höfische Kunst der Oba genannten Herrscher in alle Welt verteilt wurde.

Seit damals wissen die Beniner, deren ehemalige Residenzstadt heute die Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Edo ist, dass die von Handwerksgilden angefertigten Reliefs, Herrscherköpfe und Schmuckstücke in den Augen der Kolonialherren

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