Nüchtern betrachtet

Was mir der Himmel gesagt hat

Kultur | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Als ich unlängst nach Berlin hoch machte, um mir dort Bob Dylan anzuhören, was, wie ich fand und finde, ein ganz okayiger Anlass ist, wieder mal nach Berlin hoch zu machen, gefiel es Gott, dem Herrn, mit lässiger Hand Wölkchen über den Vorsommerhimmel zu streuen und diese tags darauf auch wieder wegzuwischen, was beides seine Reize hat und im großen Bildband über "Meteorologische Grandezza" auf einer Doppelseite abgedruckt zu werden verdient: links mit, rechts ohne Wölkchen, von mir aus aber auch andersrum. Und als ich in den Himmel über Berlin blickte, da sprach dieser zu mir: "Fahr mit dem Schiff, du Sau!" Da antwortete ich dem Himmel: "Himmel, was duzest du mich? Wir haben doch, wenn ich recht entsinne, keine Säue miteinand gehütet. Weil du indes nicht irgendwer bist und mich schon viele Male erfreut hast, will ich dir deine ruppige Art nachsehen und deinem Vorschlag freudig Folge leisten." Jetzt wieder der Himmel mit typisch Berliner Schnauze: "Quatsch mir nicht die Wolken


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