Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 20/07 vom 16.05.2007

Sex

Narziss und Haarpopsch Zornig behauptete letztens eine Bekannte, ein neuer Spiegel hinterm Bett würde ihre Beziehung ruinieren. Der Lover wäre zwar wieder eine nimmersatte Rakete, allerdings ziehe der seinen Kick nicht etwa aus der schemenhaften Reflexion ekstatischer Körper, sondern daraus, dass er sich, und zwar nur sich, beim Sex zuschauen könne. Er wäre ein echter Abspritznarziss und sie nahezu zur Einschlauchmaschine degradiert. Ich nahm Anteil an ihrem Grauen. Wenig später kam ein Anruf: "I am back!" Sie hätte sich seiner Eitelkeit bedient und auf der anderen Seite des Bettes versetzt noch einen Spiegel angebracht. Das war ihm dann doch zu realistisch. Das Auf und Ab seines behaarten Popos, den er wirklich knackiger in Erinnerung hatte, brachte ihn aus der Fassung - und seine Geilheit um die Existenz. Fazit: Beide Spiegel flogen raus, er bemerkte wieder die Anwesenheit ihrer Brüste. Weniger hochglanzmagazintaugliche Körperteile können nun wieder wie gewohnt nach Geschmack zusammenfantasiert werden.

Heidi List

Fussball

33 Jahre Bundesliga Im Kurier war am Sonntag eine interessante Statistik abgedruckt: alle 31 Vereine, die seit Einführung der österreichischen Bundesliga 1974 in der obersten Spielklasse vertreten waren. Durchgehend erstklassig waren in den 33 Jahren nur Rapid und Austria sowie - hätte ich nicht gedacht - Sturm Graz. Unmittelbar dahinter rangiert Admira Wacker (30 Jahre), nach Innsbruck (29) und Salzburg (28) folgt der GAK (27) auf Rang 7. Ob der Wiener Sportklub (Rang 10, 15 Jahre) seine Bilanz jemals aufbessern wird können? Ganz unten in der Statistik stehen vier Vereine, die es nur ein Jahr ganz oben gehalten hat: SC Simmering, SV St. Veit (nicht zu verwechseln mit dem SCA St. Veit!), Spittal und SAK. Unvergessene Namen. Aber war Flavia Solva echt nie erstklassig?

Wolfgang Kralicek


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