Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Wer hat eigentlich den Postismus erfunden, also jene Schrulle, die Silbe "Post-" vor etwas zu setzen und dadurch gleich ein bisschen gscheiter und zeitgenössischer aus der Wäsche zu schauen? Nur der Kapitalismus hat es nie in die postische Phase gebracht und sogar das "Spät-" relativ bald wieder abgelegt. Der Postfeminismus hingegen erhebt seit Jahren immer wieder sein topgeföntes Haupt. Was er will, weiß man nicht so genau. Vermutlich locker sein: "Feminismus war schon okay, aber jetzt haben wir Post und stehen in schicken Schuhen im Goldregen der Selbstbestimmtheit." Stimmt so bloß nicht. Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien hat zum Beispiel nachgewiesen, dass die Karrierehemmnisse, denen sich Frauen ausgesetzt sehen, mit Kinderkriegen null zu tun haben. Sie kriegen bloß weniger Geld - so oder so. Nina Horaczek hat sich diese Studie angesehen (siehe Seite 10) und überhaupt sehr viel für den Feminismus-Schwerpunkt in diesem Heft getan (S. 8ff.) - und nebenher ihre fiebernde


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