Bob im Totenhaus

Bernd Dörler | Vorwort | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Ausland Simbabwes Diktator Robert Mugabe richtet sein Volk zugrunde. Die mächtigsten afrikanischen Herrscher schauen feige zu.

Anders als die meisten afrikanischen Staatenführer lebt Robert Gabriel Mugabe, der Präsident von Simbabwe, äußerst spartanisch. Der Mann steht vorm Morgengrauen auf und arbeitet bis spätabends. Er trinkt keinen Tropfen Alkohol und ernährt sich vegetarisch. Selbst seine Todfeinde bescheinigen ihm brillante Intelligenz und strategisches Denken. Damit herrscht er über das Totenhaus Afrikas und richtet sein Land und sein Volk unaufhaltsam zugrunde.

Simbabwe, das ehemalige Rhodesien, galt noch vor einer Dekade als die Kornkammer des südlichen Afrikas, als demokratisches wie wirtschaftliches Vorbild für den geschundenen Erdteil. Jetzt verhungern dort die Menschen. Die Lebenserwartung der Frauen liegt bei 34 Jahren, die der Männer bei 37. Die Inflationsrate beträgt über 3713 Prozent, ein einsamer Weltrekord. Wer kann, flüchtet. Allein ins benachbarte Südafrika

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