Literatur

Feminismus 2.0

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Was Frauen und Männer gelesen haben sollten, um in Sachen Feminismus 2.0 den Überblick zu bewahren.

Die Antwort

Ein Jahr hat sie geschwiegen. Jetzt meldet sich Feminismusfrontfrau Alice Schwarzer mit einem kleinen, feinen Vernichtungsfeldzug gegen Eva Herman und Konsorten zurück.

Alice Schwarzer: Die Antwort. Köln 2007 (Kiepenheuer & Witsch). 208 S., € 18,40 (erscheint am 31. Mai)

Das Eva-Prinzip

Simple Botschaften, die - obwohl wissenschaftlich überholt - für Kontroversen sorgen: Die Emanzipation lässt den Frauen die Haare büschelweise ausfallen, Kinderkrippen fördern Alkoholismus und dass Männer Hausarbeit übernehmen, sei genetisch nicht vorgesehen. Lösung: Frauen bauen Nester, Männer gehen jagen.

Eva Herman: Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit. Starnberg 2006 (Pendo). 263 S., € 18,50

Die neue F-Klasse

Gespräche mit elf erfolgreichen Frauen, bei denen Charlotte Roche ihre Leidenschaft für Pornos erklärt und Frauen - von der Minenentschärferin bis zur Eiskletterweltmeisterin - darüber diskutieren, ob und was die Emanzipation wirklich gebracht hat.

Thea Dorn: Die neue F-Klasse. Warum die Zukunft von Frauen gemacht wird. München 2006 (Piper). 343 S., € 15,40

Die Schwestern

Plädoyer für einen neuen Feminismus der FDP-Fraktionsführerin im EU-Parlament. Kein politisches Manifest, sondern eigene Erfahrungen der Karrierefrau und zweifachen Mutter vermischt mit politischen Forderungen.

Silvana Koch-Merin: Schwestern. Streitschrift für einen neuen Feminismus. Berlin 2007 (Econ). 219 S., € 18,50

Die Schule

Die ZEIT-Journalistin und dreifache Mutter kritisiert den Mythos der Vereinbarkeit von Kind und Karriere in einer familienfeindlichen Arbeitswelt. Ein Appell, die Familie im 21. Jahrhundert neu zu erfinden.

Iris Radisch: Die Schule der Frauen. Wie wir die Familie neu erfinden. München 2007 (DVA). 187 S., € 15,40


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