Knecht

Jetzt räum doch mal das Auto auf

Politik | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Ich könnte natürlich endlich das Auto aufräumen und seinen Inhalt protokollieren, was nur klingt, als wäre es ein leichtverdientes Kolumnengeld: In Wirklichkeit wäre es brutale Arbeit. Soll der Lange machen; das Auto ist ja eh sein Revier, und ich vermute - unter anderem, weil er das Auto unbedingt selber aufräumen WILL -, dass er irgendwo zwischen dem Gerümpel im Kofferraum säckeweise Dinge versteckt, die er von Rechts wegen entsorgt haben müsste. CDs vor allem, weil ich ihm ein Limit gesetzt habe: Diese ganze Regalwand sei dein, aber mehr nicht; alles, was diese Wand, die bei Gott riesig ist, überlappt, verlässt rapido die Wohnung. Tut es natürlich nicht; der Lange versteckt Sackerln voller CDs unterm Bett, hinterm Sofa, in seinem Kleiderschrank und in der Garderobe hinter den Wintermänteln. Und im Auto, wo er glaubt, dass ich sie unter all den Rollern, Kinderrädern, Schlafsäcken, Gummistiefeln, Fischernetzen, Bällen, Regenjacken, Pixi-Büchern, verschnäuzten Taschentüchern,


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