Einsame Spitze

Sebastian Fasthuber | Kultur | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

POPMUSIK Justin Timberlake ist der neue King of Pop. Anlässlich seines Auftritts in der Stadthalle stellt sich die Frage: Warum können sich alle Musikfraktionen auf den Dancepop dieses braven Ex-Boygroup-Bubis einigen? Gilt er zu Recht als Michael Jackson der Nullerjahre?

Wenn es um Justin Timberlake geht, muss als Erstes die Tee-Anekdote erzählt werden. Überliefert hat sie der deutsche Musikjournalist Tobias Thomas, der den Sänger zu Beginn von dessen Solokarriere vor fünf Jahren für die Popkulturzeitschrift Spex traf. Weil Timberlake gerade ein wenig verkühlt war, wollte er seiner Stimme etwas Gutes tun und bereitete sich in seiner Hotelsuite eine Tasse Tee zu. Er wusste jedoch nicht, dass es dafür eines Filters bedarf - und schmiss einfach einen Löffel Tee in eine Tasse heißes Wasser. Willkommen in der wirklichen Welt.

Dabei heißt es von Justin Timberlake, er sei ein ungewöhnlich normaler Superstar. Ohne Allüren, höflich - nachdem er die korrekte Teezubereitung erklärt

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