Alternative Energien


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

KUNST Kunstsammlungen von Unternehmen sind en vogue: Der Verbund zeigt seine Einkäufe im Mak, die Generali Foundation öffnet im eigenen Haus ihre Depots. Warum schnuppern Manager so gerne Kunstluft?

Die Wiener Kunstkritikerin Gabriele Schor war mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden: Hier mal einen Artikel schreiben, dort mal eine Ausstellung kuratieren. Dann kam die Vernissage, die ihr Leben veränderte. Dabei verhieß jener Frühlingsabend im Jahr 2004 nicht eben eine coole Party: Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG, kurz Verbund genannt, präsentierte im Künstlerhaus ihre Sammlung von Kraftwerks- und Staumauerbildern. Etwas Neues, anderes wolle er haben, meinte der damalige Generaldirektor des Unternehmens, Hans Haider, im Laufe des Abends zu Schor. Sie möge doch einmal ein Konzeptpapier schreiben.

Drei Jahre später führt Schor durch eine veritable Sammlung zeitgenössischer Kunst, die unter dem Titel "Held Together with Water" im Museum für Angewandte Kunst (Mak)

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