Vorwort

Gute Menschen?

Vorwort | Donja Noormofidi | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Da hat die Familie Sharifi noch einmal Glück gehabt - sie kann nun doch in Österreich bleiben. Ebenso hätte man sie in den Zug stecken und nach Italien verfrachten können. Denn vor sechs Jahren war der Iraner Rasul Sharifi mit seiner Tochter Shagojag über dieses europäische Land nach Österreich gekommen. Das sogenannte Dublin-Abkommen der EU sieht vor, dass Flüchtlinge in andere europäische Länder abgeschoben werden können. Da hilft es auch nichts, wenn sie sich in ihrer neuen Heimat eingelebt haben, die Sprache sprechen und Freunde gefunden haben. Im Falle Sharifi herrscht Jubel, über Parteigrenzen hinweg. Dass die FPÖ in einer Aussendung über das "Vereinigte Gutmenschentum" schimpfte, fällt nicht weiter auf.

Schließlich ist man das von den Blauen gewöhnt. "Bettlerfrei statt Bettlerei" und "Kein Daham dem Radikal-Islam" reimt die Grazer Spitzenkandidatin Susanne Winter holpriger denn je auf ihren neuen Plakaten. VP-Generalsekretär Hannes Missethon hat sich nicht einmal


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