Sumpf statt Rasen

Politik | Philipp Köster | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

ANALYSE Der Grazer Fußball versinkt in Skandalen. Spielen Kartnig und Co. wenigstens hier in der ersten Liga?

Wahrscheinlich sind die Wände des Gefängnisses Graz-Jakomini zu dick. Vielleicht hatte Hannes Kartnig auch gerade Umschluss. Vielleicht aber hat er sie auch gehört, die Fans von Sturm Graz, die in der Straßenbahn am Gefängnis vorbeifuhren. "Nie mehr Hannes Kartnig" sangen sie auf dem Weg zum letzten Derby gegen GAK und sie klangen eher belustigt als wütend (siehe Kasten).

Dabei hätten sie allen Grund, Häftling Kartnig zu zürnen. Dem ist nämlich zu verdanken, dass es Sturm Graz erstmals in seiner Vereinsgeschichte so richtig an den Kragen ging, Beinahe-Pleite und Lizenzrückgabe für die erste Liga inklusive. Der beleibte Lebemann Kartnig hatte jahrelang den großen Zampano in Graz gegeben. Zwei Meisterschaften, zwei Pokalsiege fallen in seine Amtszeit, aber auch eine bisweilen sagenhaft anmutende Geldverschwendung. Sturm Graz diente Kartnig zur Befriedigung seiner Eitelkeit,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige