Das letzte Derby

Katerstimmung am Kickplatz

Politik | Christof Huemer | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

Vielleicht war es Wehmut, die einige Rowdys von GAK und Sturm nach dem Match zum dreistündigen Versuch trieb, einander noch einmal so richtig weh zu tun. Wehmut, weil man sich in Zukunft nicht mehr mit Leuten aus der eigenen Stadt prügeln würde können, zumindest nicht mit einem in diesen Kreisen begreifbaren Motiv. Vielleicht trieb sie auch die Langeweile, eher aber Dummheit. Dummheit ist kein Gefühl. Und Gefühle, Stolz, Hass, Aufregung, Leidenschaft, sind bei einem Derby ja am Brodeln. Vor allem bei diesem 130. Oberhaus-Derby, dem vorläufig letzten zwischen Sturm und GAK. Denn die beiden traditionsreichen Grazer Vereine wurden von ihren früheren Präsidenten an den Rand des Abgrundes geführt.

Sturm Graz, der früher als Arbeiterverein galt, hatte das bessere Timing - man schaffte den Zwangsausgleich, ist nun schuldenfrei und bekam die Bundesliga-Lizenz. Der Lokalrivale, Athletiker-oder Akademikerverein GAK, ging einen Schritt weiter. Die "roten Teufel" haben über drei ehemalige


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