Wer zahlt, schafft weg

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 21/07 vom 23.05.2007

LITERATUR Einer der renommiertesten steirischen Autoren hat jüngst sein Lebenswerk an ein Wiener Archiv verkauft. Es ist nicht der erste Fall. Muss der Ausverkauf steirischer Literaturgeschichte gestoppt werden?

Literaturwissenschafter haben künftig wieder einen Grund mehr, in die Österreichische Nationalbibliothek nach Wien zu pilgern. Seit Ende vergangenen Jahres liegt dort, im Magazin des Österreichischen Literaturarchivs (ÖLA), der komplette Vorlass des Grazer Autors und Manuskripte-Herausgebers Alfred Kolleritsch. In fünf große Umzugskartons verpackt, wanderte Kolleritschs gesamtes Werk - Handschriften, Typoskripte, Notizbücher, Briefe - kurz vor Weihnachten in die Nationalbibliothek, wurde dort unter dem "Numerus Currens" 307 in das Erwerbungsbuch eingetragen und harrt seither seiner minutiösen Katalogisierung und Erschließung. "Der Erwerb war ein Glücksfall", sagt Wendelin Schmidt-Dengler, Initiator und Leiter der Sammlung. "Kolleritsch ist einer der wichtigsten literarischen


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