Mao im Märchenland

Ulrich Tragatschnig | Kultur | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

KUNST 1001 chinesische Kunst-Touristen für die documenta, ein Heer geklonter Terrakotta-Soldaten für Wien, eine Porzellan-Armee für das Grazer Kunsthaus: Die Kunstfabrik China kommt derzeit kaum mit der Auslieferung nach. Zur Entstehung eines Hypes. Und eines großen Missverständnisses.

Kunst aus China kommt gerade gut an, weltweit. Kaum ein renommiertes Museum, eine Galerie, ein Festival, das nicht stolz die Namen der Shootingstars der aufblühenden chinesischen Kunstszene in seinen Programmen führt. Namen, die niemand aussprechen, geschweige denn sich merken kann. Sie heißen Xie Nanxingund oder Huang Yong Ping, Zhu Fadong und Yang Zhenzhong und werden von Ausstellung zu Ausstellung weitergereicht. Heuer auch in Österreich. Bei Essl in Klosterneuburg waren sie schon, demnächst kommen sie ins Wiener Mumok und nach Salzburg. Und diese Woche mit einer großen Schau ins Grazer Kunsthaus (siehe Kasten "Ausstellungen").

Früher war China überschaubarer. Auch wer eine Jian-Teeschale nicht

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