Ai Weiwei

Die totale Freiheit

Ulrich Tragatschnig und Thomas Wolkinger | Kultur | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

Als Ai Weiwei einmal gemeinsam mit dem früheren Schweizer Botschafter in China, Uli Sigg, durch die Schweizer Bergwelt wanderte, dachte er sich, dass es doch schön sein könnte, einmal ein-oder zweitausend Chinesen zur documenta nach Kassel zu bringen. Sigg, der Mann mit der weltweit größten Sammlung zeitgenössischer chinesischer Kunst, musste nicht lange überredet werden. Binnen weniger Wochen stand die Finanzierung: Mit Kosten von mehr als drei Millionen Euro wird "Fairytale" als eines der kostspieligsten Kunstprojekte aller Zeiten in die Geschichte eingehen. 1001 Chinesen aus allen Schichten und Landesteilen werden in Gruppen nach Kassel reisen, in einer ehemaligen VW-Fabrik wohnen und sich auf der Kunstschau gründlich umsehen. Ein Filmteam dokumentiert. Ob das denn Kunst sei, fragen sich seither die, die von China-Kunst vor allem bunte postkommunistische Exotik erwarten.

Ai Weiwei, Jahrgang 1957, zählt zu den renommiertesten Vertretern der chinesischen Avantgarde. Bereits 1979

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