Gipfel im Zwielicht

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

AUSLAND Die Welt ist friedlicher denn je, aber nicht besser. Der Gipfel der G 8 widmet sich dem Klima - in jeder Hinsicht.

Eine Langzeituntersuchung der University of Maryland über kriegerische Konflikte brachte 2005 ein überraschendes Ergebnis: In den vorangegangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der Kriege halbiert. Die Welt wird insgesamt gesehen friedlicher, trotz der verheerenden gegenteiligen Entwicklung im Irak und gewalttätiger Explosionen am Horn von Afrika und in Afghanistan. Durch eine Kombination von internationalem Druck und politischen Kompromissen sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich mehr bewaffnete Konflikte entschärft worden als neue entstanden sind. Oft ist es ein brüchiger Friede oder ein labiler Waffenstillstand, der an die Stelle der offenen Feindseligkeiten getreten ist. Jederzeit könnte ein Funke der gespannten Ruhe ein Ende bereiten. Aber ob auf dem Balkan, in Indonesien und Sri Lanka, an den verschiedenen afrikanischen Krisenherden, in Tschetschenien


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