Reich ins Heim

Politik | Ferdinand Lacina | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

WIRTSCHAFT Wie Jörg Haider die Kärntner Hausbank Hypo an die Bayern verkaufte - und dabei auf Kontrolle und Beratung von Experten verzichtete.

Wenn ich einmal reich wär! Dieser Traum hat sich für Kärnten erfüllt - meint zumindest der Landeshauptmann, nachdem er die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank an die Bayrische Landesbank verkauft hatte. So reich, wie man eben wird, wenn man das Familiensilber verkauft.

"Kärnten ist reich", sagt Jörg Haider. Na ja. Im Vorgriff auf den Verkauf wurde Geld ja schon ausgegeben. Andernorts heißt das Schulden machen, in Kärnten nennt man's "Zukunftsfonds". Aber vorbei sind nun die Sorgen mit der Tilgung der Wandelanleihe, die diesen Zukunftsfonds finanzierte. Und mit dem Rest des Geldes können zumindest für die unmittelbare Zukunft - für die Zeit bis zu den nächsten Landtagswahlen - glamouröse Projekte initiiert werden.

Es war ein Geschäft unter Freunden, so erzählt es der Landeshauptmann. Bayern ist ja gar nicht richtiges Ausland, zumindest nicht


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