Ein Volksfeind

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

INTERNET Er müllte unsere E-Mail-Postfächer zu - mit Werbung für Pillen, Pornos und Casinos. Ein Spammer erzählt, wie sein Geschäft funktioniert.

Er hat ein Haus, keine Schulden und genug Geld auf der Bank. "Ich lebe nicht sonderlich luxuriös", sagt er, "aber es geht mir gut." Der junge Amerikaner tut so, als wäre es normal, mit 25 ausgesorgt zu haben. Doch in Wahrheit ist er einer dieser Verhassten, der seinen Müll in die elektronischen Postfächer dieser Welt kippte.

Dieser Mann hat freundliche Augen, die unter der schwarzen Schirmkappe hervorsehen. Er schaut weder wie ein bleicher Computernerd aus noch wie ein Krimineller. Dabei ist er beides. Schon als 17-Jähriger sandte er Milliarden unerwünschter E-Mails an Menschen, die er nicht kannte, und warb darin für Produkte, die er selbst nie kaufen würde. Denn er war ein Spammer - und nannte sich als solcher Spammer-X. Vergangene Woche war er beim EU-Spam-Symposium in Wien zu Gast.

"Ich habe für PPC geworben: Pillen, Pornos und


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