Kommentar

"Import Export": Erfolg auch ohne Palme

Michael Omasta | Kultur | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

Anlässlich des sechzigsten Filmfestivals von Cannes, das Sonntagabend unter großer medialer Anteilnahme mit der Verleihung der Palmen in Silber und Gold zu Ende ging, veröffentlichte die renommierte britische Filmzeitschrift Sight & Sound unlängst eine bemüht hinterfotzige Jubiläumsgeschichte. Unter dem Titel "Zehn Goldene-Palme-Gewinner, von denen Sie noch nie gehört haben dürften" listete man Preisträgerfilme aus der Vergangenheit wie "The Knack ... And How to Get It" (1965), "The Mattei Affair" (1972), "Man of Iron" (1981) oder "When Father Was Away on Business" (1985) auf. Möglich, dass ein durchschnittlich filminteressiertes Publikum auf diese Aufzählung zunächst mit Achselzucken reagiert. Von den Regisseuren, die hinter den genannten Filmen stehen, könnten Sie früher oder später allerdings doch gehört haben: Richard Lester, Francesco Rosi, Andrzej Wajda sowie Emir Kusturica - dessen internationale Karriere in Cannes begann und seither auf das Engste mit dem Festival

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