Neue Bücher

Kultur | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

INTERVIEWS

Hans Magnus Enzensberger: Zu große Fragen. Interviews 2005-1970

Der beweglichste aller deutschen Denker wird in zwei Jahren achtzig Jahre alt. Wie beweglich Hans Magnus Enzensberger denkt, zeigen seine versammelten Interviews, Gespräche mit Journalisten, aber auch Gespräche mit Kollegen wie Alexander Kluge. Im Nachwort von "Zu große Fragen" denkt Enzensberger darüber nach, warum Interviews, mit denen sich "faule Journalisten" nur Arbeit sparen wollten, überhaupt abgedruckt würden. Vielleicht, meint er, handle es sich um eine Art "trickreiches Rollenspiel". Es könne aber auch ein Gespräch daraus entstehen; das sei dann "der Idealfall".

Nun, Interviews leisten nicht nur der Faulheit Vorschub, sondern auch der Personalisierung. Man erfährt in diesem Buch doch einiges über Enzensberger und seine intellektuelle Biografie, über das, was er seinen "andauernden Kampf gegen die Ignoranz" nennt. Zusatz: "Nicht nur gegen die der anderen, auch gegen die eigene." Einmal stellt Enzensberger


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