Bacon im Dürer-Bunker

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

KUNST Die Albertina expandiert weiter: Büros werden in Ausstellungsflächen für die Sammlung des Liechtensteiner Anwalts Herbert Batliner umgebaut.

Der Liechtensteiner Herbert Batliner, Jahrgang 1928, der mit seiner Anwaltskanzlei ein Vermögen gemacht hatte, begann vor fünfzig Jahren gemeinsam mit seiner Frau Rita im großen Stil Kunst zu kaufen. Längst sind die Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Pablo Picasso, Francis Bacon oder Marc Chagall - nicht deren beste, aber immerhin - in eine Privatstiftung eingebracht. In den Statuten steht, dass sie nicht verkauft werden dürfen. Der Sammler ist alt und krank, und so teure Objekte können auch nicht einfach im Keller gelagert werden. Wohin also damit?

"Warum nicht in die Albertina?", dachte sich Klaus Albrecht Schröder, der Direktor der Grafischen Sammlung. Die österreichischen Museen hatten es nach dem Krieg verabsäumt, in größerem Umfang moderne Meister anzukaufen. Und Batliner war schon davor mit einigen Millionen zur Stelle gewesen,


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