Römische Ausgrabung

Stadtleben | Peter Rosner | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

Römische Ausgrabung

STADTANSICHT Adolf Frohners Reliefkunstwerk in der U-Bahn-Station am Westbahnhof hat eine gläserne Barriere erhalten. Und gleichzeitig seine Wirkung eingebüßt.

Es gibt Erfreuliches zu berichten aus Wien: Es gibt Kunst, die die Ordnung stört. Angesichts des für jeden Geschmack und jede Gesinnung existierenden Angebots ist das zu begrüßen. Die Vielfalt hat nicht nur Gleichgültigkeit zur Folge. Der polemische Aspekt der Kunst ist nicht ganz verlorengegangen. Jedenfalls hat sie die städtische Obrigkeit zur Tat schreiten lassen.

Es geht um das Werk "55 Schritte durch Europa" von Adolf Frohner in der U-Bahn-Station Westbahnhof. Ein langes Relief mit Figuren. Keine Schönheiten - eben typische Frohner-Gestalten. Idealisierte menschliche Körper sind nicht in seinen Werken zu finden. Die Gemeinde war jedenfalls beim Bau der U-Bahn bereit, es dort anbringen zu lassen. Man sollte sehen können, dass die Kunst auch hässliche Figuren zur Schau stellt. Provokative Hässlichkeit


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