Tier der Woche

Großereignis

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 22/07 vom 30.05.2007

Männlicher Größenwahn und die Unmöglichkeit vergleichbarer Messungen von erschlafften maskulinen Kopulationsorganen wurden hierorts vergangene Woche abgehandelt. Kolumnistisches Gender-Mainstreaming verlangt da natürlich auch nach der komplementären Betrachtung. Entwicklungsbiologisch gilt die Klitoris als weiblicher Penis. Seltsamerweise wurde dieses Organ erst 1998 von der australischen Urologin Helen O'Connell in seiner gesamten funktionalen Größe beschrieben. Das Interesse an einem Schwellkörper, der aus calvinistischer Arbeitsmoral betrachtet, zu nichts außer einem bisschen Spaß für Frauen nutze ist, scheint über Jahrhunderte denkbar gering gewesen zu sein. Anders als das herumbaumelnde männliche Pendant ist der Großteil der Klitoris nicht sichtbar und umschließt Vagina und Harnröhre. Die Erforschung dieser terra incognita war daher auch nur durch Sektion an Leichen möglich. Im Volksmund kennt man nur den herausragenden Teil der weiblichen Eichel in ihrer Vorhaut,


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