Vorwort

Sendung ohne Namen

Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Die Grazer FPÖ-Stadtparteiobfrau hat ein Problem. Niemand kennt ihren Namen. Es ist ein altes Problem politischer Kleingruppen, das sich natürlich noch verschärft, wenn es Richtung Wahlen geht. Auch ihr Sohn teilt dieses Schicksal, ja, er vor allem, auch ihn kennt niemand, obwohl er als Obmann des sogenannten "Rings Freiheitlicher Jugend" (RFJ) wirkt. Und so versuchen die beiden eben, sich - recht und schlecht - Gehör zu verschaffen, damit ihre Namen weithin bekannt würden. Der Erefjot-Bub hat zu diesem Zweck vor kurzem eine Aussendung veröffentlicht, die eine Glaubensgemeinschaft pauschal in die Nähe sodomistischer Praktiken rückt. Warum hat sich das nicht wenigstens die Staatsanwaltschaft genauer angeschaut?

Die Mutter äußerte sich Anfang dieser Woche zu einem vergleichsweise feinsinnigen Thema. "Kunst soll Kunst bleiben", schrieb die blonde Zahnarztgattin, aber sie hat es natürlich nicht so gemeint. Nicht die Freiheit der Kunst an sich war ihr ein Anliegen, sondern, es wird


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