Mit Engelszungen

Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

KUNST Der Moskauer Künstler Gor Cachal hat Parallelen zwischen String-Theorie, Informationstheorie und Engeln aufgespürt.

Nein. Das war keine Erscheinung. Dass ich etwa Jesus gesehen hätte." Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich Gor Cachal in seiner Kunst nahezu ausschließlich mit religiösen Themen. Dabei vermittelt der Künstler, der als schillernder Vertreter der zeitgenössischen und international ausgerichteten Moskauer Kunstszene gilt, einen sehr weltlichen Eindruck. Und kann zugleich auf eine sehr bunte Biografie verweisen. So textete der studierte Mathematiker in den Achtzigern für die legendäre Moskauer Intellektuellenband "Vežlivyj otkaz" ("Freundliche Ablehnung"), veröffentlichte Gedichtbände und war mit seinen Performances ein Vorläufer des Moskauer Aktionismus. In den Neunzigern entwickelte Cachal seine typische Bildsprache computerunterstützter Verfremdung menschlicher Figuren. Aber woher die Hinwendung zum Religiösen, die ihm nun in Graz seine bislang größte Personale


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