Kunst Kurz

Raum, Rattern, Raumschiff

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Wolfgang Becksteiner, im vergangenen Jahr mit dem Kunstförderungspreis der Stadt Graz bedacht, bemüht sich kaum, sein Architekturstudium zu verleugnen. Also interessiert er sich vornehmlich für die Beziehung zwischen Bild und Raum. Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Eugen Lendl, die nur im Titel denkbar orientierungslos bleibt ("wo? bild wo? raum wo?"), zeigt, wie man räumliche Verhältnisse bildlich problematisieren kann (bis 7.7.): Mit Markierungsstreifen provoziert er den Betrachter, den Realraum neu in Ausschnitte zu gliedern. Auf Plexiglasscheiben aufgebracht, verleiten sie wie automatisch, das Dahinter als gerahmt zu deuten, zumindest falls man weiterhin nach Bildern sucht. Deren Grenzen werden überhaupt zur Disposition gestellt, wenn die Markierungslinien die Grenzen von Paneelen überschreiten und somit klar und deutlich zeigen, dass auch das Daneben mitgemeint sein kann. Oder wie leicht sich Bildlichkeit gegen Materialität ausspielen lässt. Das ist beides zwar


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