"Gibt es Leben?"

Christof Huemer | Stadtleben | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

WELTRAUM Heißt "habitabel" bewohnbar? Gibt es erdähnliche Planeten? Wie ist das Wetter auf Gliese 581c? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Grazer Astrophysiker Helmut Lammer.

Als Astronomen rund um den Schweizer Stéphane Udry Ende April damit angaben, der soeben von ihnen entdeckte Gliese 581c sei der erste bewohnbare Planet neben der Erde, war die Welt inklusive der Steiermark begeistert, die Hoffnungsworte "Supererde" oder "Erd-Zwilling" prangten in den Schlagzeilen. Die Welt plante schon fast den Urlaub im All, da erinnerten sich Findige an die im Februar erschienene Sondernummer von Astrobiology, die Gliese 581c jegliche Bewohnbarkeit im Vorhinein absprach.

Gliese 581c lautet der Name eines zwanzig Lichtjahre entfernten Planeten im Sternzeichen Waage. Er ist eineinhalbmal so groß wie die Erde, hat fünfmal so viel Masse, rotiert um einen so genannten "roten Zwerg", einen Stern, kleiner als die Sonne, und wurde vom Astronomen Udry via Teleskop entdeckt. In Astrobiology wiederum

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