Die Fussballkrise

Ein Jahr vor der EM: Nach Kartnig der Kater

Politik | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Von einem "Rausch" sprach Salzburg-Präsident Rudolf Quehenberger. "Es ist die Geilheit", meinte GAK-Chef Harald Fischl, während Sturm-Konkurrent Hannes Kartnig gestand: "Weil ich ein Weh bin." So erklärten Bosse österreichischer Fußballklubs zu besseren Zeiten, warum sie sich einer Sucht hingaben, die sie mit unzähligen Landsleuten teilen. Mit dem Unterschied, dass die lokalen Zampanos für ihre Leidenschaft nicht ein paar Euro Eintrittsgeld, sondern Millionen vom Privatkonto auf den Tisch blätterten. Damit teure Kicker den Vereinen viel Ruhm bescherten. Und ihren Gönnern.

Die goldenen Zeiten der hemdsärmeligen Mäzene sind vorbei. Immer mehr Höhenflüge enden, wie unlängst beim GAK, vor dem Konkursrichter - oder sogar im Häfn. Kartnig etwa sitzt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Veruntreuung in Untersuchungshaft. Ein Delikt hat der einstige Präsident von Sturm Graz - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - gestanden: Er hatte Spieler mit Schwarzgeld bezahlt.


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