Auf ein Schnitzel mit Zilk

Politik | Florian Klenk und Armin Thurnher | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

GESPRÄCH Helmut Zilk wird achtzig. Hoch oben im Ringturm spricht er über die Wandlung der "Krone", das autoritäre Österreich der Sechzigerjahre, mutiges Fernsehen, die trinkfesten Russen und die von ihm "balkanisierte" Stadt.

Ein Gespräch mit dem Jubilar Helmut Zilk ist ein wenig anders als andere Interviews. Wohlvorbereitete erste Fragen kann sich der Interviewer sparen, denn das Gespräch beginnt der Befragte. Der Anblick von Falter-Redakteuren legt das Thema Kronen Zeitung nahe, es braucht daher nicht von diesen angesprochen zu werden. Die Rolle des Fragestellers existiert nur marginal, man versucht nur, in den Fluss der Zilk'schen Rede Fragezeichen einzupflanzen.

Während wir im Vorzimmer seines Büros im 19. Stock des Ringturms auf den Termin warten, trägt die Assistentin ein Tablett mit Essen vorbei. Das Fleisch ist vorgeschnitten, seit dem Attentat auf ihn ist ja nur mehr Zilks rechte Hand funktionstüchtig. Minuten später hören wir seine Bassstimme nach uns rufen. So schnell


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