Helmut Zilk

Lehrer, Politiker, Opfer

Politik | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Helmut Zilk wurde am 9. Juni 1927 in Wien als Sohn eines Zeitungsangestellten geboren. Er arbeitete nach dem Krieg als Lehrer, dann als Journalist. Anfang der Sechzigerjahre wurde Zilk durch seine ORF-"Stadtgespräche" berühmt. Zilk wurde Fernsehdirektor. 1974 verließ er mit Gerd Bacher unfreiwillig den ORF und wechselte zur Kronen Zeitung Hans Dichands. Dem Blatt ist er heute noch als "Ombudsmann" verbunden. 1979 wurde er Wiener Kulturstadtrat, nach einem Intermezzo als Unterrichtsminister (1983-84), bei dem er mit seiner Beraterin Ursula Pasterk Claus Peymann ans Burgtheater holte, wurde Zilk Wiener Bürgermeister. In seiner Amtszeit traf er spektakuläre Entscheidungen: Hrdlicka-Denkmal, Jüdisches Museum, Donauplatte, Rathausfestival. 1993 wurde Zilk Opfer des Briefbombers Franz Fuchs. 1994 schied Zilk aus der Politik aus. Er ist in dritter Ehe mit Dagmar Koller verheiratet und leitet heute die ORF-Talkshow "Lebenskünstler", die er an seinem Arbeitsplatz, dem Wiener Ringturm, moderiert. Dort arbeitet er als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wiener Städtischen Versicherung.


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