Das Ende der alten Linken

Robert Misik | Politik | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

G8-Gipfel Michael Hardt, Co-Autor des linken Weltbestsellers "Empire", über den Protest in Heiligendamm - und das Fehlen eines Gegners.

Wie über Nacht wurde Michael Hardt, Literaturprofessor an der Duke University in North Carolina (USA), zum Star der globalen Intellektuellenszene. Mit dem Buch "Empire", um die Jahrtausendwende gemeinsam verfasst mit Antonio Negri, dem Veteranen der linksradikalen Bewegung Italiens, landete er einen Bestseller. Es ist ein Werk, an dem sich im globalen Debattenkosmos die Geister scheiden. Damit hätten die beiden die neueste "Großidee" geliefert, so die New York Times. Zuletzt erschien von Hardt - ebenfalls gemeinsam mit Toni Negri - das Buch "Multitude".

Falter: Sechs Jahre nach Genua gibt es wieder einen großen Gipfelsturm. Wie beurteilen Sie die vergangenen sechs Jahre?

Michael Hardt: Der Großteil dieser Zeit war vom Krieg bestimmt - und von der Mobilisierung gegen den "Krieg gegen den Terror", vor allem aber dem Irakkrieg. Das war eine Ablenkung, wenn

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