TV-Kritik

Die Angst der FM4ler

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Dirk Stermann und Christoph Grissemann hocken in der biederen Deko einer eingestellten Pensionistensendung und haben eine Heidenangst. "Ich seh schon, wie die Kritiker dasitzen und warten", sagt Stermann, "und denken: Grissemann ist schlecht." Achtung, Selbstironie! Doch die sechzig Minuten danach beweisen: Es gibt Anlass zur Furcht.

"Willkommen Österreich" heißt das neue Live-Format von David Schalko, der mit der "Sendung ohne Namen" vorgemacht hat, wie innovatives, gescheites Fernsehen ausschauen kann. Das Konzept von "Willkommen Österreich" (Autoren: Fred Schreiber, Murmel Clausen, Tex Rubinowitz, Thomas Edlinger) wurde gehütet wie ein Staatsgeheimnis, die Erwartungen waren hoch. Nur so viel wusste man: Stermann und Grissemann übernehmen das Mobiliar des gleichnamigen eingestellten Vorabendmagazins, im Pensionstenheim gerne "Wö" genannt, und machen eine Show über Angst. So weit, so witzig. Furcht, Paranoia und Phobien als Unterhaltungsmotto zwischen Gummibaum, Oma-Schick und Wohnzimmercouch,


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