Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Juhu, der liebenswerteste Held der amerikanischen Arbeiterklasse ist zurück! Doug Heffernan, vierzig, UPS-Fahrer aus Queens, hängt wieder mit seinen einfach gestrickten Kumpels bei Football, Bier und Burgern ab. Seine gefernzte, aber witzige Frau Carrie, Mitte dreißig, Sekretärin mit großen Ambitionen, kämpft noch immer mit dem Leben zwischen dem ehrgeizfreien Gatten und ihrem anstrengenden Dad Arthur, der im Keller haust. Kabel 1 zeigt jetzt die neueste Staffel von "King of Queens" (Mo, 21.15 Uhr). Das Schrägste an der Handlung ist noch immer Arthur, der räudigste alte Mann, den man je in einer US-Serie sah - getrieben von Geldgier, labilem Charakter und späten sexuellen Fantasien. Und das ist auch das Erfolgsrezept der Sitcom, die seit 1998 läuft. Die Typen sind zwar überzeichnet, aber trotzdem realistisch. Working-Class-Menschen mit Durchschnittssorgen: Geldnot, Arbeitslosigkeit, lästige Eltern, nervige Freunde, Kinderkriegen ja oder nein? Hier wird endlich mal das unprätentiöse Leben der New Yorker gezeigt, die auch dem amerikanischen Traum vom Erfolg nachrennen - und nie ankommen.


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